Weiterlesen

Nah am Wasser

Hamburger Architektur per Paddelboot kennenlernen, Club-Kultur am Kiez und die Museen der Mäzene: Wie uns das amphibische Venedig des Nordens neue Kunst-Ufer beschert.

Travel

Ein wenig Zeit braucht das weiche Wasser der Elbe, um das Gedächtnis der Glasstücke auszulöschen. Dass sie einst Teile einer Wodkaflasche waren oder gar ein feiner Parfumflakon, hat die Elbe längst weggeschmirgelt, sanft und in steten Wellen. Ein wenig Zeit nimmt sich auch Marc Mann, der Hamburger Schmuckdesigner, der die Elbufer nach solchen Scherben absucht. Rund geschliffene Glasfragmente mit Restspuren der eigenen Geschichte, aber überschrieben vom Rauschen des Flusses, werden schliesslich adrett zum Collier aufgefädelt. Wie sich diese glitzernden Elbscherben als Schmuck machen, kann wenige Schritte vom Mönkedammfleet in der Galerie Hilde Leiss bestaunt werden.

Schmuckstücke am Hafen

Kunst am Wasser beschränkt sich in Hamburg keineswegs auf kreativen Schmuck aus der Elbe. Das bewies erst vor Kurzem ein besonders geschliffenes Architekturjuwel, das nun die HafenCity überstrahlt. Die futuristische Elbphilharmonie der Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron ist beharrlich auf einem alten Kaiserspeicher nach oben gewachsen. Nun beschert sie der Hansestadt ein neues Wahrzeichen, weiche Wellen im Inneren des vielleicht feinsten Konzertsaals der Gegenwart inklusive. Wer es sich leisten kann, geniesst vom hier eröffneten Hotel Westin fantastische Hafenblicke und darf eines festhalten: Hamburg hat seine Agenda zügig abgearbeitet und mit dem Thema Wasser den grössten emotionalen Verstärker eines spezifischen Hamburg-Gefühls kultiviert. Ein antiseptisches Kommerzviertel wurde der Stadt dabei erspart – allem kaufmännischen Kalkül zum Trotz. Im Westen der HafenCity, rund um Sandtorkai und Dahlmannkai, geht das Ausgehen schon ganz gut. Absolut spitze ist etwa Karl Strickers Lokal «Kehr Wieder Spitze», ein Favorit am Westende der HafenCity: Elbphilharmonie im Rücken, vorne flattern die bunten Wimpel im Mastenwald des Sportboothafens, Containerkräne sind ebenfalls zu sehen. Das Restaurant serviert Elb- und Hafenpanorama gemeinsam mit Haveländer Apfelschwein.

«Die Kulturmetropole Hamburg kann Besuchern auf sehr vielfältige Weise das Wasser reichen.»

Architektur für Kanuten

Aber gehen wir den Hamburger Kultur- Cruise lieber gemächlich an. Etwa im Rahmen eines architektonischen Wasserspaziergangs per Kanu. Veranstaltet werden solche Fleetfluchten vom Hamburger Architekten Stefan Rogge, der das amphibische Naturell seiner Stadt aus besonderer Perspektive vorstellt. Dann paddeln Architekturtiger auf den Kanälen von Eilbek, Hammerbrook und Wilhelmsburg an schwimmenden Eigenheimen vorbei – ein neuer Trend der Hamburger Bauszene – und können schmucke Orte wie die Schlossinsel oder die BallinStadt von der Wasserlinie aus erleben. Anstelle nautischer Kommandos runden sachkundige Erläuterungen zu bauhistorischen Besonder-heiten die ungewöhnliche Archi-Tour ab.

Verewigt: Hans Albers ist nicht nur im Filmklassiker «Auf der Reeperbahn nachts um halb eins» zu sehen, sondern auch im modernen Strassenbild Hamburgs
Verewigt: Hans Albers ist nicht nur im Filmklassiker «Auf der Reeperbahn nachts um halb eins» zu sehen, sondern auch im modernen Strassenbild Hamburgs

Grossbrand plus Neuland

Baukunst per Paddelboot – das ist eine Option neben vielen. Die Kulturmetropole Hamburg kann Besuchern auf sehr vielfältige Weise das Wasser reichen. Die eindrucksvolle Elbphilharmonie und der städtebauliche Gewaltakt der HafenCity stellen sich da in eine lange Reihe ambitionierter Massnahmen, die in Summe von der steten Metamorphose eines sehr besonderen Kulturraums erzählen. Dass der Wind von der nahen Nordsee die Wasserflächen aufraut und Hamburg-Besuchern immer neue Durchblicke auf Art-déco-Architektur und auf die spektakulären Backsteinfassaden der Kaufmannspaläste beschert, hat nicht nur mit Wasser zu tun, sondern auch mit einem grossen Feuer. Den Funken dazu entzündete der Himmelfahrtstag des Jahres 1842, als ein immer heftiger wütender Grossbrand die Hamburger Altstadt in ein Inferno verwandelte, herabstürzende Gebäudeteile die Fleete versperrten und die viel zu engen mittelalterlichen Gassen die Zufahrt der Feuerwehrspritzen. Am Ende des Infernos, das drei Tage und Nächte lang tobte, fanden sich 1749 zerstörte Häuser, über hundert abgebrannte Speicher – und ein grosser städteplanerischer Wurf, der Hamburg ein neues Gesicht verleihen sollte. Angetrieben von der Vision, eine ähnliche Katastrophe durch grosszügige Weite und vor allem durch den ungehinderten Zugang von Wasser für alle Zeiten zu verhindern, entstand unter der baulichen Regie des legendären Gottfried Semper sowie von Planern aus Frankreich und Grossbritannien das berühmte Venedig des Nordens – mit einem Rathauspark nach dem Vorbild italienischer Renaissancepaläste samt grosszügiger Freitreppe zur Kleinen Alster, mit venezianisch anmutenden Alsterarkaden und dem florentinischen Palais der Alten Post. Indem der Alsterspiegel abgesenkt wurde, tauchte Hamburgs «Gute Stube» auf, die von hellen Fassaden mit kupferbeschlagenen Dächern gesäumte Binnenalster. Luxus-Shopping und ein schneller Caffè Latte an den Colonnaden, die das 18 Hektar weite Gewässer seit 1878 mit dem Stephansplatz verbinden? Oder lieber am Ballindamm gleich vor dem Sitz der traditionsreichen Reederei Hapag-Lloyd in den nächsten Alsterdampfer einsteigen, der längst mit Wasserstoff und Solarenergie in eine saubere Zukunft abdampft? Die Rundfahrten der «Weissen Flotte» der Alstertouristik starten ebenfalls am Anleger Jungfernstieg.

Mut zum Mäzenatentum

Doch es gab auch das kaltschnäuzige Erbe der Hamburger Vergangenheit. Kanäle und Wasserstrassen, die als Transportwege ihre Aktualität verloren hatten, wurden immer wieder ganz unsentimental zugeschüttet. Und das keineswegs zu knapp. Vom einst alles durchziehenden Wasserstrassennetz des nordischen Venedig haben sich gerade noch fünf Fleete erhalten. Wer heute am Nikolaifleet an der Deichstrasse ins leise glucksende Wasser schaut, sieht so auch einen Spiegel der Vergangenheit vorüberziehen. Ein Ensemble historischer Kontor- und Speicherhäuser zeigt sich darin, das besonders fotogene Althamburger Bürgerhaus auf Nummer 37. Ein paar Schritte weiter sorgt der fotogene Blick von der Hohen Brücke für eine weitere Perspektive. Dass sich mit der Deichstrasse eines der wenigen Beispiele Althamburger Architektur erhalten konnte, ist vor allem privatem Engagement zu verdanken. Hamburgs reiche Bürger kalkulierten nämlich auf vielfältige Weise. Denn ebenso sprichwörtlich wie der kühle Verstand der Kaufleute ist der bis heute ungebrochene Hang zum Mäzenatentum als Gegenpol einer chronisch klammen Stadt – wobei Kultur auch als Faktor im Standortmarketing betrachtet wird. Familien wie der Hamburger Baulöwe Grewe oder Werner Otto, der Begründer des gleichnamigen Versandhauses, führten so eine alte Tradition fort, die an der kulturellen Dauerblüte der Hansestadt massgeblichen Anteil hat. Das war bereits 1678 so, als wohlhabende Händler den Bau der ersten deutschen Bürgeroper finanzierten. Ohne die Finanzspritzen des als knausrige Pfeffersäcke verunglimpften Geldadels wäre Hamburg um den neobarocken Konzertbau der Laeiszhalle ärmer, um die Kunsthalle und um das Deutsche Schauspielhaus. Es gäbe weder das Literaturhaus noch die hochkarätigen Hamburger Deichtorhallen, die der Unternehmer Kurt A. Körber zum Zentrum für Fotografie und Gegenwartskunst ausbauen liess. Ein ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Axel-Springer-Verlags, Peter Tamm, opferte sogar seine geliebte marinehistorische Sammlung – die umfassendste weltweit – und sorgte so für den Grundstock des «Internationalen Maritimen Museums» im Kaispeicher B. Die Liste dieser Hamburger Mäzene und ihrer guten Taten liesse sich noch lange fortführen. Ein Internet-Guckloch auf diese besondere Form der Kulturförderung existiert übrigens auch. Wer was mit welcher Stiftung unterstützt, lässt sich über die Hamburger Stiftungsdatenbank nachvollziehen. Wer die Stadt im Rahmen der «Langen Nacht der Museen» besucht, gerät so schnell in Zeitnot. Finden sich im Stadtgebiet 45 Museen, so sind es innerhalb der Metropolregion Hamburg 300 – wobei sich die «Hamburger Kunstmeile» zwischen der Binnenalster und der Speicherstadt als museales Epizentrum präsentiert. Das Hamburger Museum für Völkerkunde, westlich der Aussenalster und eines der grössten seiner Art, hält mit den Exponaten einer 1910 beendeten Südsee-Expedition auch ein Stück Hamburger Seefahrtgeschichte bereit. Im Rahmen des HafenCity-Hypes ist zuletzt eine zweite Museumsmeile dazugekommen: Sie kombiniert die erwähnte maritime Sammlung mit spannenden sensorischen Ausstellungskonzepten wie dem «Dialog im Dunkeln», bei dem Besucher – mit Blindenstöcken ausgestattet – durch die unsichtbare Welt der Düfte, Winde, Temperaturen, Töne und Texturen geführt werden.

Ankerplatz fürs Theater

Blind Date mit den eigenen Sinnen im Museum – ein spannender Ansatz. Aber vor allem gibt es in einer Stadt, die ganz besonders mit weltberühmten Bühnen aufhorchen lässt, auch ziemlich viel zu sehen. Rund drei Dutzend Theater sorgen nicht nur im Rahmen der «Hamburger Theaternacht» – sie markiert alljährlich die Eröffnung der neuen Spielsaison – für hochkarätige Inszenierungen. Die Hamburger Kammerspiele, das Deutsche Schauspielhaus und das klassizistische Thalia-Theater zählen zur ersten Theaterriege des deutschsprachigen Raums, während die Ballett-Compagnie der Staatsoper Weltruf geniesst. Aber weil Hamburg vor allem auch Hafenstadt ist, findet sich auch noch die rauere Seite der Kunst. Das riesige «Reeperbahn Festival» beschert dem Kiez im letzten Septemberwochenende einen musikalischen Ausnahmezustand – mit 170 Gigs in 40 Clubs und in allen Musikstilen von Indie-Rock über Electro-Punk bis Neo-Folk.

Ausgezeichnet: Die Speicherstadt ist Teil des UNESCO-Welterbes und ein Fixpunkt für allekulturaffinen Hamburg-Besucher
Ausgezeichnet: Die Speicherstadt ist Teil des UNESCO-Welterbes und ein Fixpunkt für allekulturaffinen Hamburg-Besucher

Inselbegabung für Kultur

Ganz andere Kulturgefilde grast eine ehemalige Gummifabrik am Osterbekkanal ab, in der nun das «Museum der Arbeit» untergebracht ist. Das Wahrzeichen dieses Museums kann bereits im Aussenbereich bewundert werden: Es ist das riesig dimensionierte Schneidrad eines Elbtunnelbohrers namens T.R.U.D.E. – das steht für «Tief runter unter die Elbe».Die Elbe rauf und runter. Das taugt auch als Motto für viele weitere kulturelle Aussenposten, die der Metropolregion Hamburg ein weitmaschiges Netz an kulturellen Perlen bescheren. Die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe entstand etwa rund um eine ganz besondere Location: Es handelt sich um ein ehemaliges Wasserwerk, das einst für die Reinigung des Hamburger Trinkwassers zuständig war und das nun ein Museum beherbergt sowie Ausstellungen, die sich mit so spezifischen Themen wie Hamburgs Brunnen auseinandersetzen. Viele weitere Industriedenkmäler stehen nicht zuletzt im Rahmen der «Tage der Industriekultur am Wasser» im Fokus, die dieses Jahr bereits zum vierten Mal veranstaltet werden. Die Elbinsel Wilhelmsburg, bis vor Kurzem ein ultraauthentischer Drehort für trashige Kultfilme wie «Soul Kitchen», macht im lange Zeit übersehenen Süden der Medien-City mit Kulturprojekten wie dem «Dockville Kunstcamp» von sich reden. Und am Parksee im zentraler gelegenen Erholungsgebiet Planten un Blomen führen internationale Künstler in den Sommermonaten eine Tradition fort, die bereits 1938 für Furore sorgte. Da gelang deutschen Technikern erstmals die Konstruktion einer Wasserfontäne, die mithilfe von zwei seitlichen Wasserstrahlen in einen Wasservorhang umgewandelt werden konnte. Seit Anfang Mai wird die später entwickelte Wasserlichtorgel mit eigens geschriebenen Partituren kombiniert. Das aus 762 Scheinwerfern orchestrierte nasse «Lichtklavier» ist spektakulär und lockt nicht von ungefähr jedes Jahr an die 300’000 Besucher an. Die diesjährigen musikalischen Arrangements stammen von Héctor Gonzáles-Pino und von Tanja Naini.

Kosmopolitisch: Egal ob Kulturprogramm oder Frachtlieferungen, in Hamburg ist die weite Welt Dauergast
Kosmopolitisch: Egal ob Kulturprogramm oder Frachtlieferungen, in Hamburg ist die weite Welt Dauergast

Per Fähre zum Museumshafen

Wer die intimen Seiten und das kulturelle Erbe der Wasserstadt im Stile der Einheimischen kennenlernen möchte, kann das aber auch im Rahmen einer Hafenrundfahrt mit der Fährlinie 62 tun. ÖV-Sightseeing auf der Elbe? Mit professionellem Touristenrummel hat das nicht allzu viel zu tun. Die Fähre gehört zum Netz des Hamburger Verkehrsverbundes, und das ist den HVV-Fähren auch anzusehen. Wer früh am Morgen unterwegs ist, teilt sie mit heute rar gewordenen Werftarbeitern, die zu Blohm + Voss übersetzen. Die kürzeste Kreuzfahrt der Welt mag für die Männer mit den gelben Kunststoffhelmen tägliche Routine sein, für die paar versprengten Touristen ist sie eine perfekte Möglichkeit, dem berühmten Hafen neue Facetten abzugewinnen. Denn die Hafenfähre schippert die Docks entlang und kommt den Containerriesen ganz nahe. In Oevelgönne, am Ende der Elbuferpromenade Neumühlen, wo früher Kapitäne residierten, lockt ein Sandstrand, an dem sich im Sommer Grillfreunde tummeln und im Winter die Eisschollen am Ufer türmen. Der stets frei zugängliche Museumshafen Oevelgönne ist ohnehin Pflicht: Nautik-Fans können hier sehr unterschiedliche historische Schiffen goutieren. Der Hochsee-Fischkutter «Präsident Freiherr von Maltzahn» von 1923, der Dampfeisbrecher «Stettin» von 1933 oder das Feuerschiff «Elbe 3» sind lediglich einige Beispiele dafür. Wer mehr historische Schiffe erleben möchte, kommt natürlich auch im Museumshafen der HafenCity auf seine Kosten.

Beatles an Bord

Fünf HVV-Hafenfähren kreuzen von früh bis spät hin und her. Wer den besten Blick auf das Wahrzeichen der grazil geschwungenen Köhlbrandbrücke haben möchte, die den Hafen mit dem Containerterminal Waltershof seit 1974 mit weitem Bogen verbindet, steigt beim legendären Tuffsteinbau der Landungsbrücken in die Linie 61. Wer lieber zum gelben Theaterzelt des «Theaters am Hafen» möchte, wo Disneys «König der Löwen» auf Hamburgs Status als Musical-City verweist, wählt die Linie 73. Um von der Hafencity an die Landungsbrücken und von dort an den Fischmarkt zu gelangen, sind die HVV-Fähren ohnehin die beste Wahl. Die Landungsbrücken und den Michel im Hintergrund, während der Wind die Gischt ins Gesicht sprüht und Passagiere von vorbeifahrenden Fähren winken – so viel Hamburg-Feeling bietet der HVV für ganz wenig Geld. Beatles-Fans spüren sogar noch mehr. Sie wissen, dass hier im August des Jahres 1960 die Beatles an Land gingen, um zuerst im «Indra» und zwei Jahre später im «Star-Club» zu spielen. Dass sie dabei aus Skiffle und Rock ’n’ Roll einen neuen Beat mixten, der als «Hamburg Sound» Musikgeschichte schrieb, weiss jeder Fan – und jeder Hamburger sowieso. Aber es geht noch ein bisschen mehr: Schliesslich verpasste die Hamburger Verlobte des damaligen Beatles-Bassisten Stuart Sutcliffe Paul, John, Ringo und Co. in diesen aufregenden Wochen eine Frisur, die sie in den Kreisen französischer Existenzialisten entdeckt hatte. Der Pilzkopf als echte Hamburger Haarmode? Noch so eine unbekannte Facette mit besonderem Zuschnitt.

Hotel-Tipps

Heimathafen

Wohnen am Wasser ist in Hamburg Kult! Auch für Gäste – sie geniessen Zimmer mit Hafenblick.

The Westin Hamburg

Platz der Deutschen Einheit 2, D-20457 Hamburg, http://westinhamburg.com Das 5-Sterne-Hotel eröffnete vor wenigen Wochen in der Elbphilharmonie Es bietet auf 19 Etagen atemberaubende Aussichten. Eine besondere Wohlfühloase ist das 1’300 Quadratmeter grosse Elb-Spa. EZ ab ca CHF 215.

 Feuerschiff

Vorsetzen, D-20459 Hamburg, http://das-feuerschiff.de Kajüte mit Bullaugen-Blick auf die Elbphilharmonie. Das Schiff bietet eher wenig Platz – zählt jedoch zu den originellsten Schlafplätzen der Stadt. Kapitänskabine für 2 Personen ca CHF 150 inkl. Frühstück.

 Hotel Louis J. Jacob

Elbchaussee 401–403, D-22609 Hamburg, http://hotel-jacob.de Das legendäre Luxushotel ist seit 225 Jahren für seinen herrlichen Elbblick berühmt. Seit Kurzem wartet es mit einer besonderen Elbe-Dependance auf: Die MS JACOB ist eine restaurierte Barkasse von 1949 mit viel Mahagoni und Messing und steht Hotelgästen zur Verfügung. Elbzimmer für 1 Person ab ca. CHF 230.

 Pension Leuchtturm

Neuwerk, Leuchtturm 1, D-27499 Hamburg-Insel-Neuwerk, http://Leuchtturmneuwerk.de Die Fundamente von Deutschlands ältestem Leuchtturm reichen bis 1300 zurück, als Signalfeuer diente er ab 1815. Jetzt finden sich hinter den dicken Mauern sieben gemütliche Zimmer mit Blick auf die Elbmündung. Die City ist weit entfernt, dafür entschädigt das Watt-Wandern. Ca. CHF 75 proPerson inkl. Frühstück.

25hours Hamburg HafenCity

Überseeallee 5, D-20457 Hamburg, http://25hours-hotels.com Galionsfiguren im Bad und Schreibtische wie Seemannskisten: Das jugendlich-unkomplizierte Hotel inspiriert sich am maritimen Erbe. Besondere Blicke erlaubt die Freiluftsauna auf dem Dach. Luxuriöse XL-Koje für 2 Personen um ca. CHF 310.

TheaterImHafenstageentertainment.tif Alt-Text: Bühnenreif: Zahllose Kulturfans strömen jedes Jahr ins «Stage Theater im Hafen Hamburg»

Kultur & Hafen

Volle Fahrt

Die Hansestadt an der Elbe bietet viele Highlights – zu Land und zu Wasser.

Museen, Theater, Festivals

Die Kultur-City Hamburg hält eine enorme Auswahl an Museen und Theatern bereit. Sinn macht der «Kunstmeile Hamburg Pass» ( http://kunstmeile-hamburg.de ). Rechtzeitig reservieren sollten Klassikfreunde für Konzerte der http://elbphilharmonie.de , http://philharmoniker-hamburg.de oder die gefeierten Ballettaufführungen ( http://hamburgballett.de ). Ähnlich spannend fällt der Festivalkalender aus. Er umfasst das Dockville-Festival (18.–20. 8.), den Hamburger Kultursommer (25.–26. 8.), das Reeperbahnfestival (20.–23. 9.), das Filmfest Hamburg (Ende September) sowie das Hamburger Theater Festival (Anfang Oktober).

Weitere Infos zum reichhaltigen Kulturkalender finden sich u. a. auf folgenden Websites: http://hamburg.de/festival , http://hamburgportal.de

 Hamburg vom Wasser sehen ist Pflicht:

Die Hafenstadt hält eine vielfältige Sightseeing-Flotte bereit. Zu den Optionen zählen u. a.:

Touren mit dem ersten deutschen Amphibiengefährt ( http://hafencityriverbus.de )

Der öffentliche Fährverkehr der HADAG-Dampfer ( http://hadag.de )

Die Weisse Alsterflotte ( http://alstertouristik.de ) bietet neben Alsterrundfahrten auch Thementouren an.

 Eine legendäre Party-Barkasse ist die «MSHedi» – sie gleicht einem swingenden-schwimmenden Tanzcafé, in dem Gäste stündlich zu- oder aussteigen können.

All jene, die von Schiffen gar nicht genug bekommen, gehen am besten zu den Hamburg Cruise Days. Vom 8. bis 10. September 2017 präsentieren 10 Kreuzfahrtanbieter ihre Schiffe. Das Lichtkunstwerk «Blue Port» Hamburg des Lichtkünstlers Michael Batz verleiht dem beliebten Publikumsevent eine künstlerische Klammer. http://hamburgcruisedays.de

© Shutterstock.com / FotoHamBorg – Borg Enders / Rainer Lesniewski / canadastock / Gerhard Roethlinger / foto-select / endlesssea2011, stage entertainment