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Die Quadratur der Grachten

Wer auf dem flachen Land lebt, sorgt für kreative Gipfel: Amsterdam ist herrlich traditionell und strebt doch immer neue Lifestyle-Ufer an. Neueste Höhepunkte der Holland-Metropole sind das Trendviertel in Amsterdam Noord oder die progressive Bohème-Oase De Pijp.

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Stulpen aus Amsterdam? Sie halten garantiert länger als einen bunten Frühling und gehören zu den Markenzeichen der Modeschöpfer Liza Koifman und Tomas Overtoom. Mode für «Bad Boys and Gentlemen» – mit solchen Worten beschreiben die jungen Amsterdamer ihren Mix aus bequemer Streetwear und Schneiderei der alten Schule, der das gemeinsame Label OntFront seit einiger Zeit prägt. Blazer mit Kapuze, Navy Shorts mit extrabreiten Hosenträgern sind typisch für ihren modernen, urbanen Stil. Damit ist man nicht nur in der kleinen OntFront Boutique am Haarlemmerdijk 121 passend gekleidet, sondern auch im umliegenden Viertel Haarlemmerbuurt. Amsterdamer beschreiben die Gegend gern als kleines, freundliches Dorf. Der Haarlemmerdijk, der immer wieder mal Auszeichnungen als besondere Einkaufsstrasse einheimst, wird wenige Blocks weiter zur Haarlemmerstraat und bietet viele interessante Stationen. Da wäre Restored an der Hausnummer 39, eine der Amsterdamer Plattformen für junge Designer und hintergründige Produkte, die häufig eine ganz besondere Geschichte erzählen. Der Wollladen Sukha Amsterdam wurde kürzlich als flauschigste Shopping-Adresse der Stadt ausgezeichnet. Concrete Matter ist eine weit härtere Insel im betriebsamen Viertel nordwestlich der Amsterdamer Altstadt und versammelt Heritage Brands, die vor allem eines bieten wollen: zeitlos gute Qualität.

«Diese etwas kleinere Weltstadt birgt alle Vorteile einer Metropole.»

Independent Stores haben in der Stadt mit dem liberalen Erbe besonderes Gewicht und beschränken sich keineswegs auf die angesagte Shoppingzeile des Haarlemer Viertels. Perfekt für Briefe nach Hause ist etwa die Like Stationary an der Prinsenstraat: händisch hergestellte Papierwaren, botanische Drucke und mittendrin Grafikdesignerin Sanne, die hier zugleich ihr Studio unterhält. Irgendwie beschleicht einen auch hier ein vertrauter Gedanke: Amsterdam leistet Pionierarbeit aus Überzeugung. Läden mit ganz eigenem Profil, die schon seit Längerem ihre individuelle Linie verfolgen, finden sich hier zahlreicher als in Städten vergleichbarer Grösse. Das Cottoncake an der Eerste van der Helststraat ist allein schon wegen der langen, schmalen Geschäftsfläche spannend. Es handelt sich um einen typisch Amsterdamer «pijpela» oder Pfeifenzug-Grundriss. Auf diesen werden nun handverlesene Brands wie Storm & Marie, Minus oder Samsoe & Samsoe präsentiert – und natürlich junge niederländische Modeschöpfer. Fast beliebig liesse sich diese Liste ambitionierter Concept Stores prolongieren, in denen originelle Interior-Design-Trends oder zumindest -Ideen den Rahmen bilden. Droog Design, die Dinosaurier des aktuellen Upcycling-Trends, sind ein Fixpunkt an der Staalstraat. Gijs Bakker, seit vielen Dekaden eine Art Sahnehäubchen der Schmuckkunst, ist auch noch auf seinem Posten und sendet regelmässig international beachtete Lebenszeichen aus dem Herzen der Grachten-City. Wer einschlägige Architektur- und Designmagazine konsumiert, reist ohnehin mit begründetem Verdacht an. Amsterdam und Avantgarde – da klingelt etwas. Von hier stammen und hier landen nicht wenige der Absolventen der nicht allzu weit entfernten Design Akademie Eindhoven, die unter der Regie der legendären Lidewij Edelkoort zum Inbegriff für spannendes Avantgarde-Design wurde.

Voller Service: Das Hotel Pulitzer punktet mit eigenem Salonboot aus dem Jahr 1909.
Voller Service: Das Hotel Pulitzer punktet mit eigenem Salonboot aus dem Jahr 1909.

Höhenluft im Hotelbett

Amsterdams spleeniger Pragmatismus hält sich keineswegs nur mit Couture und Klunkern auf. Darauf verweisen nicht zuletzt abgefahrene Hotelkonzepte, die den Verweis auf Hausboot-B&Bs reichlich altbacken wirken lassen. Die Idee des ersten Pixelhotels – mit auf verschiedene Locations verteilten Zimmern – wurde erstmals in Amsterdam vorgestellt. Mit dem Hotel Pulitzer wurden lieber gleich 25 (!) historische Grachtenvillen aus dem 17. und 18. Jahrhundert zusammengefasst. Da wäre ferner das Crane Hotel Faralda, ein zum Boutiquehotel umgebauter Hafenkran, der nun ganz besondere Höhenflüge verspricht. Ist doch allein die Auffahrt zwischen luftigen Eisenstreben auf bis zu 45 Meter Höhe – es gibt lediglich drei Suiten auf drei Ebenen – ein erhebendes Erlebnis. Wer den lange Zeit übersehenen Stadtteil per Fähre erreicht, findet sich hier zwischen Studios und grossen Hallen wieder, die viel Platz für Entfaltung bieten. «Make Art not €», ist dann auf den Backsteinmauern zu lesen. Aber ganz so streng nehmen es die kreativen Köpfe der geschäftstüchtigen Grachten-City natürlich nicht. MTV hat seinen Hauptsitz in der ehemaligen NSDM-Schiffswerft eingerichtet, innovative Festivals, angesagte Restaurants und Bars locken gleichermassen Familien und «Partysanen» an – wobei das postindustrielle Erbe sorgfältig in neue Lifestyle-Welten eingebettet wird. Upcycling einer ganzen Werft à la Amsterdam – das betrifft Locations wie das Restaurant De Pont an Bord der stillgelegten Buiksloterweg-Fähre. Noch mehr holländische Hafenromantik jenseits von Amsterdam Centraal? Da wäre die 75-minütige Runde an Bord des Pannenkoekenboots. Es serviert zum «Pancake Cruise» Pfannkuchen bis zum Abwinken – ein recht üppiger Familienspass. Die perfekte nautische Abrundung dazu sind die Hotelkojen des nur wenige Schritte entfernten vertäuten Passagierschiffs Amsterdam Botel, das auf Pier 3 sogar eine eigene Turnhalle und einen Privatstrand inkludiert.

Genever mit Van Gogh

Klimmzüge im Hotelkahn? Das ist bloss eine Attraktion neben vielen, vielen weiteren. Amsterdam bietet im Heineken-Museum eine interaktive Brauereitour, beherbergt zahllose Craft Breweries wie Oedipus Brewing oder Butcher’s Tears. Wer der historischen Spirituose der Niederländer, dem hier erfundenen Genever, nachschmecken möchte, kann das wenige Schritte neben dem Museum des Malergenies Vincent Van Gogh an der Paulus Potterstraat tun. Hier liegt das House of Bols und informiert über die Rezepturen von Lucas Bols, der 1575 die älteste bestehende Spirituosenmarke der Welt gegründet hat. Sein Erfolgsrezept kennt man aus braunen Steingutflaschen, die hier so kunstsinnig in Szene gesetzt wurden, dass die museale Aufbereitung prompt mit dem Dutch Design Award in der Kategorie Best Exhibition & Experience ausgezeichnet wurde. Aber die multisensorische Reise durch die «Hall of Taste» des Bols-Museums, der Kick an der Mirror Bar, wo Gäste ihren ganz persönlichen Gin-Cocktail mixen, können über einen Umstand kaum hinwegtäuschen: Die wichtigste Flüssigkeit im «Venedig des Nordens» ist Wasser – das sich hier in eine Art H2Froh verwandelt. Wer romantische Altstadtgrachten, City Beaches und die Revitalisierung des alten Industriehafens Amsterdam an sich vorüberfliessen lassen möchte, findet bereits am jüngst erweiterten Airport Schiphol die Möglichkeit zum passenden Einstieg. Denn dort startet ja auch der Floating Dutchman, ein batteriebetriebener Amphibienbus, der durch die schönsten Wasserstrassen gleitet und so einen guten Vorgeschmack auf das amphibische Naturell der Tulpenmetrople bietet. Nahtlos knüpfen daran aufsehenerregende Beispiele der modernen Architektur an und zeigen vor, wie sich Amsterdamer besonders stylish über Wasser halten – und gleichzeitig Pionierarbeit in Sachen schwimmende Architektur leisten. «Wasserflächen sind Siedlungsflächen», sind die Planer des Amsterdamer Architekturbüros Rohmer überzeugt. Von ihnen stammt eine schwimmende Siedlung im Wasserviertel IJ mit «waterwoningen», Wasserwohnungen, die auch in Zeiten von Klimaerwärmung und steigendem Meeresspiegel neugierig machen.

Einfach zum Staunen: Die in luftiger Höhe befindliche «Mystique Suite» im Crane Hotel Faralda, ein zum Boutiquehotel umgebauter Hafenkran.
Einfach zum Staunen: Die in luftiger Höhe befindliche «Mystique Suite» im Crane Hotel Faralda, ein zum Boutiquehotel umgebauter Hafenkran.

Adrenalin beim Schaukeln

Sanft schaukelnde Aquahäuser sind eine kleine Freiheit, die diese Stadt so lebenswert macht. Dass auch der Himmel über Amsterdam Neuland sein kann, beweist wiederum die höchste Schaukel Europas: «Over the Edge» befindet sich in rund 100 Meter Höhe auf der Aussichtsplattform des A’DAM Towers – mit 22 Stockwerken eines der höchsten Gebäude der Stadt – und schaukelt dort über die Brüstung des Bürohauses hinaus. Adrenalin à la Amsterdam – auch das eine Art und Weise, um jenseits der historischen Altstadt auf Abenteuerreise zu gehen. Von Amsterdam Noord und dem IJ-Fluss war bereits die Rede, von den Oostelijke Eilanden, dem östlichen Hafenviertel, noch nicht. Auch hier verströmen glitzernde Wasserflächen ein Gefühl jener Offenheit, die in Amsterdam seit jeher kreative Fantasien beflügelt. Renzo Pianos futuristisches Wissenschaftsmuseum Nemo Science Center bietet bereits wenige Schritte östlich vom Bahnhof, an dem die Hochgeschwindigkeitszüge ICE International und Thalys halten, einen guten Vorgeschmack. Das Lloyd Hotel ist eine weitere spannende Adresse der Oostelijke Eilanden: Es ist in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht, das sich nun viel gestalterische Freiheit erlaubt. Das gilt wohl auch für die Borneo-Insel, einst eine Hochburg der Hausbesetzerszene im östlichen Hafen, die nun ein komplett neues Stadtviertel beherbergt. Als architektonisches Highlight verbindet die geschwungene rote Python-Brücke Borneo mit der Nachbarinsel Sporenburg. Und es geht noch mehr Peripherie mit Pfiff: Denn auch das angrenzende Amsterdam Oost kombiniert Szene und Multikulti. Wer an der Terrasse des Badhuis Javaplein Platz nimmt, kann dann einen bunten Mix abhaken: surinamische Supermärkte oder lieber zum traditionellen Dappermarkt? Noch vor oder erst nach dem Besuch des majestätischen Tropenmuseums ins libanesische Restaurant? Unter solche Überlegungen mischt sich der allgegenwärtige Soundtrack dieser geschäftig-entspannten Stadt – das Dauerklingeln der Velos und das Kreischen der Möwen, vielleicht auch das «Moppern» eingesessener Amsterdamer, dieses latent gutmütige Meckern über alles und nichts. Fassen wir kurz zusammen: Amsterdam, das sind: mehr als eine Million Velos für 800’000 Einwohner. An 75 Kilometern Grachten parken 2’400 Hausboote, die 1’539 Brücken überspannen – weit mehr als in Venedig. Spätestens im Herbst verwandelt sich Amsterdam in eine Art begehbaren Adventkalender, vor allem in der historischen Altstadt, in der sich zuletzt ebenfalls einiges getan hat. Da wäre die jüngere Hoteloffensive. Mit dem Andaz Amsterdam des Design-Lokalmatadors Marcel Wanders wurde das alte Erbe wieder einmal neu arrangiert. Wanders’ überbordende Fantasie beschert dem Haus an der Prinsengracht nun ein Potpourri, das die goldene Ära der Niederlande, eine Prise Delfter Keramik und surreale Ansätze stimmungsvoll verrührt. Neuer ist aber der Umbau des alten Königlichen Postamtes zum W Amsterdam – einst Nervenzentrum der urbanen Kommunikation, woran nun fünf dekorative Kupferrohr-Kilometer erinnern, die sich im und ums Gebäude wickeln.

Nemo Science Center von Stararchitekt Renzo Piano
Nemo Science Center von Stararchitekt Renzo Piano

Es lebe die Gezelligheid

Abstecher in den Süden, nach De Pijp. Noch so ein ehemaliges Arbeiterviertel, das die Metamorphose zum lebhaften Amsterdamer Quartier Latin längst hinter sich hat. Nach dem Ausverkauf des innerstädtischen und für seine archetypischen, dunkel möblierten, schummrigen «bruin cafés» berühmten Jordaan-Viertels wird der niederländischen Daseinsform der «gezelligheid», in der die lokale Fähigkeit zum Kompromiss besonders schön aufgeht, nun hier gehuldigt. «Gezellig», das bedeutet auch: sich Zeit für eine kleine Pause inmitten des Trubels nehmen und mit Freunden ein kleines «pilsje» geniessen. Der bunte Mix von De Pijp wurzelt in einer abwechslungsreichen Geschichte. Die Heimat von Piet Mondrian war einst die Proletarier-Hochburg knapp ausserhalb des Grachtengürtels. Später wurde der namensgebende Kanal De Pijp zugeschüttet und in eine Strasse verwandelt. Das Kleine-Leute-Viertel begann zu veröden – um wenig später bereits wieder Beatnik-Flair zu verströmen. Nun ist De Pijp ein Pool für Bohemiens, aber eben nicht nur. Wer am 1905 eröffneten Albert-Cuyp-Markt, dem grössten der Stadt, spazieren geht, schätzt wohl auch die Vielfalt dieses Viertels. So ist De Pijp längst auch eine angesagte Wohngegend für Familien oder gut situierte Singles, die ganz entspannt Dutzende Marktstände scannen können: gelber Leerdamer Käse und smarte Lichtschalter, turkmenische Pelzschuhe und frisch herausgebackene Poffertjes (kleine Pfannkuchen) – diese Kombination macht den Bummel zu einer typischen Amsterdamer Erfahrung, in der sich die halbe Welt spiegelt, aber eben auch das selbstverständliche Leuchten der roten Backsteinbauten.

Grosser Meister: Im Rembrandthuis – dem ehemaligen Wohnhaus Rembrandts – kann man seine Werke, Radierungen und Entwürfe sehen.
Grosser Meister: Im Rembrandthuis – dem ehemaligen Wohnhaus Rembrandts – kann man seine Werke, Radierungen und Entwürfe sehen.

Veloautobahn und Genies

Und klar: Amsterdam kennt auch alte Kultur. Spaziergang durch Oud-Zuid, eines der elegantesten und betuchtesten Viertel der niederländischen Hauptstadt. Hier locken die berühmten Museen der unmittelbaren Nachbarschaft, die eine Brücke von der goldenen Vergangenheit in eine multimediale Zukunft schlagen. Da wäre das wunderbare und vor Kurzem umfassend renovierte Rijksmuseum, das – typisch Niederlande – gleich neben einer Veloautobahn liegt. Der Museumplein hält noch zwei weitere Kunstmuseen bereit. Neben Meisterwerken Van Goghs im gleichnamigen Museum wartet das Stedelijk Museum mit moderner und zeitgenössischer Kunst auf. Dabei wäre bereits der spektakuläre Anbau Grund genug für eine Visite: Wie eine überdimensionierte Badewanne aus Kunststoffharz und Synthetikfaser sieht Mels Crouwels mutige Erweiterung aus. Besser also, man plant für seinen Aufenthalt einige Extratage ein. Denn die atemberaubend dichte Kunstmetropole Amsterdam stellt einen auch in musealer Hinsicht vor die Qual der Wahl. Die Oude Kerk ist Amsterdams ältestes erhaltenes Bauwerk, das seit den Zeiten des Bildersturms karge Erhabenheit ausstrahlt und seit Jahren als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst genutzt wird. Die Hermitage, der Amsterdamer Ableger der St. Petersburger Eremitage, zeigt regelmässig hochkarätige Wechselausstellungen. Das opulente Rembrandthuis ist ohnehin ein Pflichttermin. Es ist das Wohn- und Arbeitshaus des barocken Meistermalers, der hier auf großem Fuss und auf einem immer drückenderen Schuldenberg lebte. Eigentlich ein ganz und gar untypisches Schicksal dieser prosperierenden Stadt.

Amsterdam wohnlich

Herbergssuche

Gefunden: ein Hotel aus 25 Stadtvillen, der beste Rooftop-Pool und ein ehemaliges Gefängnis als neues Kulthotel.

W Amsterdam (u. l.): Spuistraat 175. Die spektakulärste Hotelneueröffnung der jüngeren Vergangenheit hat das ehemalige Königliche Postamt am Dam stark verwandelt. Cooler Rooftop-Pool! DZ ab CHF 270. http://wamsterdam.com

 Lloyd Hotel: Oostelijke handelskade 34. Einst Gefängnis, heute Kulthotel in ungewöhnlicher Lage. Besucher können Zimmer in den Kategorien 1 bis 5 Sterne reservieren. DZ CHF 59. http://lloyd.nl

 Hotel de Windketel: Watertorenplein 8c. Übernachten im eigenen kleinen Privatturm. Das denkmalgeschützte Windkesselhaus war im 20. Jahrhundert Teil der städtischen Wasserbetriebe und bietet einen Vorder- und Hintergarten. Mindestaufenthalt 3 Tage, ab CHF 425. http://windketel.nl

Houseboats Amsterdam: Das Unternehmen verfügt über 80 ursprüngliche Amsterdamer Hausboote – viele davon in sehr zentraler Lage. http://houseboatrental.amsterdam

 Hotel Pulitzer Amsterdam: Prinsengracht 323. Das luxuriöse Hotel befindet sich im Viertel Negen Straatjes und besteht aus insgesamt 25 historischen Grachtenvillen. DZ ab CHF 343. http://pulitzeramsterdam.com

 Hotel The Exchange: Damrak 50. Das Hotel wurde mithilfe von Absolventen des Amsterdam Fashion Institute realisiert: Es bietet 61 Zimmer, die sich thematisch auf die Welt der Marie Antoinette oder auf Grimm-Märchen beziehen. DZ ab CHF 128. http://hoteltheexchange.com

Amsterdam Kompakt

Kultur & Sand

Neben den grossen Kunsttempeln besitzt Amsterdam noch eine Reihe an weiteren – teilweise originellen – Museen und trendige City Beaches.

 Amsterdam Cheese Museum: Prinsengracht 112. Im Keller wird vieles über die 600 lokalen Käsesorten verraten, im Obergeschoss kann man den Käse verkosten und kaufen. Der Eintritt ist frei. http://cheesemuseumamsterdam.com

Tulpenmuseum (u. r.): Prinsengracht 116. Wenige Schritte vom Anne-Frank-Haus entfernt informiert das kleine Museum über die Lieblingsblume der Niederländer. http://amsterdamtulipmuseum.com

Micropia: Plantage Kerklaan 38–40. Nichts für Allergiker und Menschen mit Putzfimmel: Das erste Mikrobenmuseum der Welt ist eher ein Zoo für ansonsten unsichtbare Lebewesen. Micropia befindet sich im Zoologischen Garten Artis. http://micropia.nl

 Hausbootmuseum: Wer lieber im Hotel wohnt, kann hier dennoch Hausbootluft schnuppern. Das ehemalige Frachtschiff «Hendrika Maria» an der Prinsengracht 296 K zählt zu den schönsten seiner Art. http://houseboatmuseum.nl

EYE Filmmuseum: IJ-Promenade 1. Der futuristische Bau bietet neben vier Kinosälen ein hervorragendes Ausstellungsprogramm für Medienkunst. http://eyefilm.nl

Beach Guide Amsterdam: Amsterdam und Strand? Auch das geht. Der exklusive Strand Zuid liegt zwischen dem Amsterdamer Kongresszentrum RAI und dem Beatrixpark und verfügt über mehr als 2’000 Quadratmeter künstlichen Strand. Dok Amsterdam liegt direkt am Meeresarm IJ. Info: http://iamsterdam.com

© Getty Images, Crane Hotel Faralda, Nemo/Digi Daan, Pulitzer Amsterdam, Rembrandthuis / Kees Hageman, Amsterdam Tulip Museum, W Amsterdam